Dietmar Grundheber und Denise Ziehm.

FOTO: Katharina Hahn

Mehrere Generationen von Konzern verbinden viele Erinnerungen mit dem Haus der Jugend. Beteiligte erzählen im TV, wie sich die Institution verändert hat.

Es ist ein Ort, an dem mehrere Generationen von Konzern ihre Jugend verbracht haben. So ist das Haus der Jugend zur einzigartigen Instanz geworden. Jugendliche aus der Saar-Mosel-Stadt und dem Umland finden dort Freunde und Hobbies, sie bekommen ihre ersten Küsse und feiern ihre ersten Parties. Seit 40 Jahren ist das Haus der Jugend (HDJ) eine Anlaufstelle für junge Erwachsene, die ein wenig Abstand vom Schul- oder Arbeitsalltag suchen.

Lisa Vu (15) aus Konz gehört zur aktuellen HdJ-Generation. Sie geht regelmäßig ins Jugendcafé. Fast all ihre Freunde seien dort, sagt sie im Gespräch mit dem TV. „Das ist ein Ort, an dem man sich treffen kann, wenn man gerade nichts geplant hat.“ Es gehe mehr ums „Chillen als um Party“. Es läuft Musik, die Jugendlichen unterhalten sich und entspannen. Das HdJ sei eine unverzichtbare Institution in Konz, sagt 15-Jährige, die zum Konzer Gymnasium geht.

Das war auch schon vor 25 Jahren so: 1992 ging es aber noch mehr um Partys als ums Chillen. Damals hat sich im HdJ zum Beispiel ein Team gefunden, das in den frühen 90er Jahren mit der eigenen Technik von zu Hause den Keller des Jugendhauses regelmäßig in eine Partyzone mit bis zu 400 Gästen verwandelt hat. Marc Ebeling (40) und Thorsten Müller (41) gehörten damals dazu.

Beide haben ihre Leidenschaft für Musik und Partys im HdJ entdeckt und bis heute bewahrt. Während Ebeling sich im Nebenerwerb als DJ Sovereign einen Namen gemacht hat, betreibt Thorsten Müller seit 2002 eine eigene Firma für Veranstaltungstechnik in Trier.  „Das war eine wirklich sehr prägende Zeit“, sagt Ebeling mit Blick auf die 1990er-Jahre. „Ich glaube nicht, dass ich heute in dem Maße mit Musik zu tun hätte, wenn das Haus der Jugend nicht gewesen wäre.“ Er und Müller halten auch weiter den Kontakt mit dem HdJ. DJ Sovereign hat zum Beispiel bei der 40. HdJ-Geburtstagsparty aufgelegt, die das Junetko montags beim diesjährigen Heimat- und Weinfest auf Flächen hinter dem Verwaltungsgebäude 2 gefeiert hat.

Ein treibender Charakter hinter dem Diskoteam von damals und dem pädagogischen Konzept von heute ist Dietmar Grundheber. Der heutige Geschäftsführer des Jugendnetzwerks Konz hat 1993 als Jugendpfleger beim HdJ angefangen. Aus seiner Sicht ist das Angebot des HdJ heute für Jugendliche wichtiger denn je: „Der Alltag der Jugendlichen ist heutzutage oft mit Leistungsdruck und viel Stress verbunden. In unserem Jugendcafé können sie auch mal entschleunigen und zur Ruhe kommen. Früher wäre das als faulenzen bezeichnet worden“, erklärt Grundheber. Aber nicht nur das Jugendcafé gehört zum festen Repertoire des Hauses. Eine Vielzahl abwechslungsreicher Angebote soll Jugendlichen und Kindern früher wie heute ein Forum bieten, auch wenn sich Rahmenbedingungen und Trends immer wieder ändern.

„In den 90ern gab es Techno-Discos, bis Techno irgendwann out war. Vor fünfzehn Jahren drehte sich dann alles um die Themen Sucht und Prävention. Aktuell steht vor allem das Thema Bildung im Mittelpunkt“, resümiert Grundheber. Dem versucht das Team durch Ausflüge, eine Spielstadt oder die Adventure-Week gerecht zu werden.

Letztere verdeutlicht besonders gut den pädagogischen Anspruch, den die Verantwortlichen nach wie vor an sich und ihre Arbeit stellen. „Wir wollen Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsbildung unterstützen. Abenteuerliche Grenzerfahrungen wie Klettern können dabei helfen“, betont Grundheber.

Denise Ziehm, die Leiterin des Hauses, sagt, dass es wichtig sei, in ihrem Job hellhörig zu sein und die Interessen der Jugendlichen aufzuschnappen. Sie müsse ein unterstützender Ansprechpartner sein und  mit ihnen zusammen etwas auf die Beine zu stellen. So hat sie es im Herbs zum Beispiel bei einem Jugendmediencamp gemacht. „Dort lernen Jugendliche, wie sie mit ihren Tablets eigene Comics zeichnen und Videos schneiden können erklärt Ziehm.

Solche Angebote bei denen es um das eigene Gestalten und nicht nur um das bloße Konsumieren von Medien geht, seien in der heutigen Zeit des Überflusses besonders wichtig und trügen ebenfalls zum Kernziel der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen bei.

Welche Erlebnisse verbinden Sie mit dem Haus der Jugend? Schreiben Sie uns an echo@volksfreund.de

 

(Konz) Farbenfrohe Invasion: 150 Fans des japanisches Verkleidungsspiels Cosplay treffen sich im Konzer Haus der Jugend. Ihr kreatives Hobby verfolgen sie dabei aus einem ganz bestimmten Grund.

Farbenfroh und fröhlich: Cosplayer zeigen ihre fantasievollen Verkleidungen. Foto: privat

Farbenfroh und fröhlich: Cosplayer zeigen ihre fantasievollen Verkleidungen. Foto: privat  Foto: (h_ko <h_ko@volksfreund.de>)</h_ko@volksfreund.de>

Junge Menschen in quietsch-bunter Kostümierung schlängeln sich den Gehweg entlang zum Haus der Jugend (HDJ). Nein, hier sind keine verfrühten Karnevalisten unterwegs, hier geht es um Cosplay, Mangas und Animes. Und so wird der altehrwürdige Konzer Freizeitclub kurzzeitig zum Epizentrum japanischer Jugendkultur.Ein junges Mädchen in einem kurzen, pudrig pinken Kleid huscht mit einem deutlichen “Miau” vorüber, passend zu den kleinen Katzenohren in ihrem schwarzen Haar. Im großen Aufenthaltsraum werden traditionelle japanische Speisen und Getränke von als Dienstmädchen und Butlern verkleideten Cosplayern serviert. All jene, die dort sitzen, sprechen sich konsequent mit ihren Fantasienamen an, gehen voll in ihrer Rolle auf.

Dabei sind von allen Seiten fröhliches Gelächter und angeregte Unterhaltungen zu hören, während gedämpfter Gesang von der Karaoke-Maschine in der unteren Etage hinaufdringt. Fast könnte man meinen, es habe einen auf direktem Wege nach Tokio verschlagen.

Denn auch hier kommen Fans der fernöstlichen Jugendkultur auf ihre Kosten. Neben Gesellschafts-, Computer- und Konsolenspielen werden Workshops zu verschiedenen Themen angeboten. Dort können sich Interessierte zuerst daran versuchen, eigene Mangas zu zeichnen und dann lernen, wie sie sich am besten die eigene Cosplay-Perücke zurechtstutzen. Oder wo sie die bunten Kontaktlinsen kaufen, und wie sie ihre Augen anschließend, dem japanischen Schönheitsideal folgend, besonders groß schminken können.

Sophie Gashi hat diese Kostümkunst schon perfektioniert und ein Jahr lang an ihrer Verkleidung gearbeitet, den Schottenrock und den Blazer selbst genäht. “Das hier ist meine Welt. Hier habe ich Freunde, die mich verstehen und Mangas genauso lieben wie ich”, erklärt sie. Für Laura Gerth-Noritzsch ist die Faszination ganz ähnlich. Mit blauem Umhang und schwarzer Kurzhaar-Perücke steckt sie nun in der Rolle eines japanischen Mangahelden namens Obito Uchiha. “Damit kann ich mich gut identifizieren. Es ist schön, dass man hier unter Gleichgesinnten so angenommen wird, wie man ist. Die Leute verstehen sich auf Anhieb. Jeder ist willkommen.”

Auch die Veranstalter freuen sich. Trotz des Premierenstatus des Events in Konz kamen 150 Besucher. “Das Interesse ist definitiv da. Deshalb wollen wir zukünftig alle zwei Monate ein solches Treffen organisieren”, betont Denise Ziehm, Leiterin des HDJ. Auch Lena Peters, Leiterin des Treffens und Mitglied des veranstaltenden Vereins Animexx, zeigt sich begeistert: “Die Räumlichkeiten sind perfekt. Hier im HDJ haben wir alles, was wir brauchen, vor allem viel Platz. Ich bekomme nur positive Rückmeldungen.” Beste Voraussetzungen also für die nächste farbenfrohe Invasion.

Extra: AUSSEHEN WIE DIE MANGA-HELDEN

Beim Verkleidungsspiel Cosplay stellen Fans Figuren aus japanischen Comics (Mangas), Filmen (Animes) oder Computerspielen originalgetreu dar. Wer seine Kostümierung nicht einfach nur kau fen möchte, investiert oftmals viel Zeit und Aufwand und näht oder bastelt die Verkleidung sogar komplett selbst. In Trier organisieren sich Cosplayer aus der ganzen Region via Internet über das Projekt Otaku Trier, das mittlerweile unter der Schirmherrschaft der größten deutschsprachigen Organisation zu diesem Thema, dem Verein Animexx, steht.

 

(Konz/Trier) Anime-Fans organisieren das erste Konzer Animexx-Treffen. Die Veranstalter hoffen auf viele kostümierte Besucher aus der ganzen Region. Sie erwartet dort nicht nur japanisches Essen.

Wer am Sonntag einen Spaziergang durch Konz macht, könnte dabei auf Verkleidete treffen, die sich auf dem Weg zum Haus der Jugend (HdJ) befinden. Die Liebhaber der japanischen Popkultur treten häufig in extravaganten Kostümen, voluminösen Perücken oder rüschigen Kleiderträumen öffentlich in Erscheinung. Auf manch einen wirkt das befremdlich. So wurden Japan-Enthusiasten, die sich in der Faninitiative Otaku Trier (siehe Info) organisieren bereits fälschlicherweise für Teilnehmer einer schwarzen Messe oder auch Pfadfinder gehalten

Doch weit gefehlt – denn hinter dem expressiven Auftreten, das längst nicht jeder der Truppe an den Tag legt, steckt ein großes Stück asiatische Gegenwartskultur. Ob in Tokio, Osaka oder Triers Partnerstadt Nagaoka – die gezeichneten Manga- und Anime-Figuren werden nicht nur von Kindern gefeiert. Auch für Erwachsene gibt es Zeichentrick-Serien und Comics, die inzwischen überall auf der Welt auf Liebhaber treffen. Tim Illies, der das erste Konzer Fantreffen im HdJ mitorganisiert, favorisiert zum Beispiel das Genre “Seinen”, das sich gezielt an ein älteres Publikum richtet und auch “gesellschaftskritische und tiefgründige” Themen behandelt.

Für jede Altersstufe hält der Exportschlager etwas bereit. Das wird auch auf den Treffen deutlich, die die Trierer Gruppe monatlich ausrichtet. “Die Altersspanne ist breit. Die Jüngsten sind 10 und die Ältesten 50”, sagt Gruppengründerin Lena Peters, die in Szenekreisen besser unter dem Spitznamen “Kurai Lee” bekannt ist. Das Durchschnittsalter liege um die 19. Begonnen hat das Ganze im Netz. In einer Facebook-Gruppe suchte Peters nach Menschen aus dem Umkreis, die ihr Interesse für die japanische Popkultur teilen. Zunächst passierte nicht viel. Doch allmählich fanden sich etliche Gleichgesinnte aus der ganzen Region. “Es war merkwürdig, nur zu schreiben”, sagt Peters und so organisierte man erste Treffen, die nach und nach immer mehr Besucher anlockten. Inzwischen kommen zu jedem Termin um die 70 Personen, die dafür teils eine weite Anreise in Kauf nehmen. Aus Luxemburg, Saarbrücken, Wittlich oder auch Prüm zieht es die Manga-Fans zu den Treffen.

Extra: WAS SIND EIGENTLICH OTAKUS?

Eigentlich bedeutet das japanische Wort Otaku Haus. In Japan werden heute Personen, die eine große Leidenschaft für Mangas, Animes oder auch Spiele pflegen, als Otakus bezeichnet. Das Vorurteil, dass diese Leute als Stubenhocker das Haus nicht verlassen, ist in Asien verbreitet. Im Westen ist der Begriff positiver belegt und viele Fans bezeichnen sich selbst als Otakus – so auch die Trierer Initiative.

Extra: PROGRAMM DES ANIMEXX-TREFFENS

Das HdJ-Team, der Verein Animexx und Otaku Trier laden am Sonntag, 13. August, ins Konzer Haus der Jugend. Von 12 bis 21 Uhr erwartet Japan-Fans und Interessierte Anime-Live-Musik, ein Spieleraum, Karaoke, Gelegenheiten zum Zeichnen und ein Cosplay-Café. Workshops sind auch geplant. Zu Essen gibt es unter anderem japanische Crêpes, Curry oder gebratene Nudeln. Der Eintritt ist frei.

Schwimmen am Konzer Rathaus beim Heimat- und Weinfest

Trierischer Volksfreund vom 17.07.2017

Für Elena Endres und Christian Schieben ist das Haus der Jugend eine besondere Institution.Darauf stoßen die beiden gerne an. Foto: Nathalie Hartl (h_ko)


(Konz) Das Heimat- und Weinfest ist am Montagabend ausgeklungen. Dabei gab es eine Premiere, die bei vielen Urlaubsgefühle geweckt hat.

Kinder planschen im kühlen Nass, während ihre Eltern auf Loungemöbeln sitzen und entspannt ins Abendlicht blinzeln. Dabei stoßen sie an - nicht etwa mit Piña Colada, sondern mit Viez. Denn das Ganze spielt sich mitten in der Konzer Innenstadt unweit des Rathauses ab. Hier hat das Haus der Jugend (HdJ) im Rahmen des Heimat- und Weinfestes seinen eigenen Bereich eröffnet. HdJ Summer Lounge nennt sich der Abschnitt, in dem das Jugendzentrum sein 40-jähriges Bestehen zelebriert.

Die Idee, ein Schwimmbecken im Stadtkern aufzustellen, kam Dietmar Grundheber und seinem "verrückten Veranstaltungsteam", bestehend aus Helfern, deren HdJ-Zeit teils schon 25 Jahre zurückliegt. "Wir wollten einen Ort schaffen, an dem sich Leute treffen können - was Chilliges, was Lockeres", sagt der Geschäftsführer des Jugendnetzwerks Konz, das unter anderem das HdJ betreibt.

Manuel Schmitt und Daniel Metzdorf sitzen am Beckenrand. Die beiden Kollegen sind mit dem HdJ aufgewachsen. "Mit neun oder zehn ging es los", sagt Schmitt, der verschiedenste Angebote genutzt hat: Von der Ferienfreizeit über den Musiktreff bis hin zur Disco. Bei den Aktivitäten hat Schmitt viele Kontakte geknüpft: "Das sind alles Konzer Gesichter." Gerade beim Heimat- und Weinfest begegne man den "üblichen Verdächtigen" von damals. Metzdorf kann den Stellenwert der Einrichtung bestätigen: "Das HdJ war einfach immer da." Ann Stieler und Bettina Faulheber sind vor allem wegen der entspannten Atmosphäre in die Lounge gekommen. Stieler ist nach Konz zugezogen und hat das HdJ selbst nie besucht - beim Familiennachwuchs sieht das allerdings anders aus: "Für Jugendliche ist das eine Institution."

Auch Elena Endres hat es gemeinsam mit Christian Schieben in den abgegrenzten Bereich mit den Palettenmöbeln und dem DJ-Pult gezogen. Endres verbindet ein Praktikum mit dem "tollen Laden". 2010 hat sie unter anderem dabei geholfen, Ferienfreizeiten zu organisieren und merkte, wie viel Arbeit, dahintersteckt. "Die Institution macht sich stark für Jugendliche. Es ist super, dass es so was in Konz gibt." Gerade die Feier zum 40. Geburtstag beweise, dass man mit dem Trend gehe. "Das Heimat- und Weinfest wird hierdurch extremst aufgewertet."

Knallbunte Premiere beim Konzer Heimat- und Weinfest in Sicht

Trierischer Volksfreund vom 12.07.2017

Ob´s in Konz genauso bunt zugeht? Die Veranstalter hoffen auf viele Teilnehmer beim Konzer Farbenfestival, das dem indischen Holi-Fest nachempfunden ist. Genau wie diese Holi-Pride Parade, die vergangenes Wochenende Barcelona in einen Farbenrausch versetzte. Foto: dpa, Foto:: Matthias Oesterle (Zuma Wire)


(Konz) Der Countdown für das Heimat- und Weinfest 2017 läuft. Am Freitag, 14. Juli, beginnt die Sause rund ums Konzer Rathaus. Der TV hat nicht nur alle Fakten gesammelt, sondern auch die Konzer befragt, warum sie zum Fest gehen.
Die Konzer schätzen ihr Heimat- und Weinfest - für die Tradition, das Feuerwerk, den guten Wein, das Essen und die Geselligkeit. Vor allem schätzen die Konzer aber, dass fast alle Konzer mitfeiern. Hein Gregor aus Konz (76) sagt zum Beispiel: "Als Urkonzer muss man dort einfach hingehen (siehe Info mit weiteren Stimmen)." Und damit auch diesmal viel los ist, haben sich die Planer im Festausschuss und in der Verwaltung wieder einiges einfallen lassen. Der TV hat alle Infos zum Fest zusammengetragen.
Bunte Premiere Das Haus der Jugend in Konz feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Das nimmt die beliebte Institution zum Anlass, beim Heimatfest gleich vier Tage lang ein Programm für junge Menschen an der zweiten Bühne hinter dem Verwaltungsgebäude 2 auf die Beine zu stellen.
Geplant sind mit dem Newcomer-Konzert am Freitagabend und dem Kindernachmittag am Sonntag zwei inzwischen etablierte Programmpunkte. Hinzu kommen zwei Premieren.
Optischer Höhepunkt wird sicherlich das erste Konzer Farbenfestival, eine Idee des Konzer Jugendforums. Die Veranstaltung startet am Samstag, 15. Juli, um 17 Uhr. Der Eintritt kostet zwölf Euro - ebenfalls ein Novum in der Heimatfest-Historie. Dafür bekommen die Teilnehmer aber auch vier Beutel mit Lebensmittelfarbe und ein Getränk. Das Farbenfestival ist inspiriert vom indischen Holi-Fest, mit dem der Frühling begrüßt wird. Vom religiösen Ritual hat sich die Farbschlacht zu einem weltweiten popkulturellen Trend entwickelt. Partygäste werfen Farben in die Luft, hören elektronische Musik und feiern sich selbst und die tollen Bilder, die so entstehen können. Doch es geht nicht nur um Spaß. Das Konzer Jugendforum, das aus dem Bundesprogramm Demokratie Leben entstanden ist, will auch eine politische Botschaft transportieren, die zu dem Motto "Viele Farben - eine Stadt" passt. Dietmar Grundheber, Leiter des Jugendnetzwerks Konz, erläutert es: "So bunt können wir Vielfalt und Toleranz darstellen."
Die zweite Premiere des Jugendprogramms gibt es am Montag, 17. Juli. Dann werden laut Grundheber hinter dem Verwaltungsgebäude 2 ein Pool und Lounge-Möbel aufgebaut. "Das soll ein Treffpunkt für alle werden, die in den vergangenen 40 Jahren im Haus der Jugend waren", sagt Grundheber.
Tradition und Wein Traditioneller ist dann schon das Restprogramm des Heimatfests. Los geht es am Freitag. Die Weinköniginnen treffen sich wie schon im vergangenen Jahr im Bootshafen des Wassersportclubs Konz. Dann fahren sie mit Schiffen zur Anlegestelle in der Saarstraße, um von dort mit dem Oldtimerkorso zum Festplatz am Rathaus zu kommen. Im Anschluss werden die Kandidatinnen für die Wahl der Saar-Obermosel-Weinkönigin und die Jungwinzer des Jahres für Saar und Obermosel auf der Bühne vor dem Rathaus vorgestellt.
Höhepunkte Das musikalisch umrahmte Festfeuerwerk am Freitagabend beginnt um 22.30 Uhr. Es ist wohl mit der beliebteste Programmpunkt. Etliche Konzer werden dann auf der Saarbrücke und am Saarufer stehen, um die Show zu genießen. Für das Oldtimertreffen am Sonntag erwartet der Motorsportclub Konz wieder Tausende Autoliebhaber aus der ganzen Region, die die Schmuckstücke auf dem Möbel-Martin-Parkplatz sehen möchten.Kinderspaß Der Sonntag, 16. Juli, steht auf dem Festgelände ganz im Zeichen der Kinder. Um 14.30 Uhr beginnt auf der Hauptbühne vor dem Rathaus die Aufführung eines preisgekrönten Kindermusicals für Kinder ab vier Jahre. Der Titel ist "Das Elfenwunder" oder "Bei einer Zwölfe schlägt’s Dreizehn", und die Veranstalter versprechen eine "hinreißend spannende Kinderkomödie mit Livemusik". Ab 15 Uhr fährt das feuerrote Spielmobil des Jugendnetzwerks sein Spielzeug auf.Musik Neben den Newcomern auf der HdJ-Bühne sind fünf weitere Live-Auftritte geplant. Zuerst steht die polnische Band ColoRed auf der Bühne (Freitag ab 23 Uhr). Das stimmgewaltige Quintett aus der Konzer Partnerstadt Puck hat die Heimatfest-Besucher im vergangenen Jahr so begeistert, dass es noch einmal eingeladen wurde.

Einen musikalischen Höhepunkt versprechen sich die Veranstalter von United Soul Opera, die am Samstag ab 21 Uhr ihr Können präsentieren. Angekündigt ist eine "Gesangsshow mit Opern-, Soul- und Musicalsängerinnen und einer grandiosen Live-Band". Den Sonntag begleitet die Band Jomtones ab 19 Uhr musikalisch, montags steht mit dem Trierer Tenor Thomas Kiessling um 15 Uhr ebenfalls ein alter Bekannter auf der Bühne.
Am Montagabend spielt ab 21 Uhr die Band LangerMütze, benannt nach Sänger und Gitarrist Dirk ‚Mütze’ Urnau und Drummer Marco ‚Langer’ Jung. Sie bringen 300 Coversongs aus Pop, Rock, Schlager, Hardrock, Top 40, Partyhits und Discohits mit und versprechen, alle musikalischen Wünsche zu erfüllen.

Extra: WARUM DIE KONZER ZUM HEIMATFEST GEHEN

Manuela Müller, Konz (48): "Man trifft dort alte Freunde, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat. Es gehört einfach dazu, man freut sich auch, das Feuerwerk zu sehen. Das Heimat- und Weinfest ist einfach ein Muss." Josef Maximini, Konz (63): "Wegen der Geselligkeit, Kollegen treffen, gemütliches Beisammensein." Irmgard Orth: "Man trifft Bekannte und alte Schulkollegen. Ich finde das Ambiente einfach klasse." Ute Musti, Konz (66): "Weil ich so gerne Pommes mit Schaschliksoße und Currywurst esse. Anschließend gehen wir eine Waffel essen und treffen uns mit Freunden und gehen was trinken. Man will die Stadt Konz ja unterstützen." Ingrid Neumüller, Saarburg (60): "Also ich fahre gerne nach Konz zum Weinfest. Ich liebe es, dort Freunde zu treffen. Und ich liebe Saarweine und die angenehme Atmosphäre." Rudolf Fritscher, Konz (59): "Ich geh auf’s Heimatfest, weil es Tradition ist und wir uns dort immer mit Freunden und Bekannten treffen. Da können wir in aller Ruhe ein gutes Glas Wein trinken." Yves Kolten, Konz (55): "Mir ist der Lärm zu viel. Einmal mache ich dann einen Rundgang und geh einen trinken. Ansonsten ist es sehr störend - außer man ist ein Partytiger. Ich muss mir immer Urlaub nehmen, damit ich schlafen kann." Margot Becker, Konz (58): "Mir ist es zu überfüllt, es sind einfach zu viele Leute dort. Wenn man jünger ist, dann ist es eher was."

Konz online vom 25.04.2017

Lions Club Saarburg unterstützt Konzer Haus der Jugend und spendete 10.000 € für Modernisierung

Der Lions Club Saarburg spendete dem „Jugendnetzwerk Konz“ (Junetko) einen Betrag in Höhe von 10.000 € für die Modernisierung des Haus der Jugend in Konz. Der Betrag wurde für die technische Infrastruktur sowie für ergänzende Möblierungsgegenstände verwendet.

Symbolische Scheckübergabe (v.L.n.R.): Junetko-Geschäftsführer Dietmar Grundheber, Bürgermeister Dr. Frieden, Dr. Heinrrich Herrmann, Hans Wacht, Denise Ziehm (Hausleitung HdJ-Konz), Gerhard Fass (Präsident des Lions Club Saarburg), Friedel Adler (Schatzmeister), Joachim Weber (1. Vorsitzender – Junetko)


Die Modernisierung wurde parallel zur baulichen Sanierung vorgenommen und umfasste im Besonderen die Netzwerk- (WLAN, Steuerung der Lichttechnik), Multimedia- (wie z.B. Videoprojektor, Leinwand) und Tontechnik (Zuspieler, Verstärker, Boxen) sowie Möblierungsgegenstände für eine zeitgemäße Inneneinrichtung.

Nach Abschluss der Sanierung und Modernisierung Anfang 2017 haben der 1. Vorsitzende vom Trägerverein Junetko, Joachim Weber, und Junetko-Geschäftsführer Dietmar Grundheber den Lions Club Saarburg eingeladen, sich vor Ort ein Bild über die Arbeit und die Verwendung der Spendenmittel machen zu können.

Anfang April 2017 folgten der Präsident des Lions Club Saarburg, Gerhard Fass, sowie weitere Vertreter des Vereins der Einladung. Sie überbrachten den symbolischen Scheck und überzeugten sich vor Ort von der Bandbreite des Angebots vom Haus der Jugend. Bürgermeister Dr. Frieden, Joachim Weber, Dietmar Grundheber und die Hausleiterin Denise Ziehm zeigten den Vorstandsmitgliedern vom Lions Club Saarburg die neu gestalteten Räume mit neuester Netzwerk- und Multimediatechnik.

„Im Namen des Vorstandes, der Mitarbeiter/innen und aller Mitglieder des Junetko-Vereines möchten wir dem Lions Club Saarburg herzlich für die Spende danken. Dadurch konnten wir mit der Wiedereröffnung vom Haus der Jugend den jungen Menschen in der Region ein modernes und jugendgerechtes Haus anbieten und das Angebot für die Konzer Jugend weiter ausbauen.“, so Joachim Weber.

Das Haus kann dank der technischen Ausstattung nun auch u.a. jungen Nachwuchskünstlern als Auftrittsplattform dienen, für Karaoke-Partys genutzt werden oder auch für DJ-Workshops, bei denen die Jugendlichen selbst den Ton angeben und ihren eigenen Mix kreieren können, genutzt werden. Damit konnte das Haus der Jugend den heutigen Erfordernissen angepasst werden und ist auch weiterhin ein attraktiver und jugendgerechter Treffpunkt für Konzer Jugendliche.

Hintergrundinformation – Lions Club

Lions Clubs International ist eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitzuwirken. Mit fast 1,4 Millionen Mitgliedern weltweit ist Lions Clubs International (LCI) eine der größten Nichtregierungsorganisationen. Der Lions Club Saarburg wurde am 01. Januar 1993 gegründet. Seit seiner Gründung ist der Lions Club auf mittlerweile 38 aktive Mitglieder angewachsen.

Hintergrundinformation – Junetko und Haus der Jugend Konz

Alle Fäden der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit und Jugendhilfe in der Region Konz laufen im „Jugendnetzwerk Konz“ (Junetko) zusammen. Unter diesem Dach arbeiten: das Haus der Jugend Konz, die Jugendpflegestelle der VG Konz, die Fachstelle Gewaltprävention, Konfliktmediation und Mädchenarbeit im ländlichen Raum, das Jugendinformationszentrum Konz, das Spielmobil Konz, der Bereich der Sozialen Arbeit an Schulen sowie das Stadtteilbüro Konz-Karthaus.

Das „Haus der Jugend“ in Konz ist als Kommunikations- und Freizeitzentrum die zentrale Jugendeinrichtung für die Konzer Jugend. Gegründet im Jahre 1977 war und ist die Einrichtung seither für Generationen ein zentraler Dreh- und Angelpunkt der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in Konz.

Trierischer Volksfreund vom 02.01.2017

Partnerschaft für Demokratie in der VG Konz: Initiativen, Organisationen und Einrichtungen können sich um Förderung bewerben.

(Konz) Mehr als zehn Projekte – und damit Ideen und das Engagement vieler Menschen – sind seit 2015 durch das Projekt Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz unterstützt worden. Auch für 2017 stehen Fördermittel bereit. Projekte können ab sofort angemeldet werden.

Voraussichtlich stehen 50 000 Euro im Aktions- und Initiativfonds sowie im Jugendfonds für Projekte im Rahmen des Projekts Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz im Jahr 2017 bereit. Für Projekte, die ab dem 15. März beginnen könnten, können Anträge ab sofort bis zum 13. Februar gestellt werden.

Aufgerufen sind Initiativen, gemeinnützige Vereine und Organisationen. Sie können Anträge zur Förderung von Projekten, Veranstaltungen oder Aktionen in der Verbandsgemeinde Konz stellen. Die Aktionen müssen den Förderschwerpunkten des Programms entsprechen. Dazu zählen etwa Ideen und Projekte, die Demokratie und Vielfalt, sowie das friedliche Miteinander der Kulturen fördern und sich gegen rechtsextremistische Tendenzen und Phänomene sogenannter gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit richten.

Fachliche Beratung und Unterstützung bei der Antragsstellung gibt die Koordinierungs- und Fachstelle. Die Koordinierungs- und Fachstelle der lokalen Partnerschaft für Demokratie in der Verbandsgemeinde Konz ist beim Jugendnetzwerk Konz e.V. (Junetko) angesiedelt und unter der Telefonnummer 6501/94050 oder per E-Mail an info@demokratie-leben-konz.de erreichbar.

Eine zweite Antragsrunde wird in der Zeit vom 1. März bis 12. Juni laufen. Über die eingereichten Projektanträge entscheidet der Begleitausschuss in seinen Sitzungen im März und Juni. red

Infos und Antragsformulare gibt es auch im Internet:
www.demokratie-leben-konz.de

Trierischer Volksfreund vom 16.01.2017

Haus der Jugend öffnet nach Sanierung wieder und lockt Teenager aus Konz und Umgebung mit großem Angebot

Coole „Moves“, wie Tanzschritte in der Jugendsprache heißen: Isa Gaiola (vorn) zeigt, wie man in der Disko bleibenden Eindruck hinterlässt. TV-Fotos (2): Alexander Schumitz  Foto: Alexander Schumitz (itz) („TV-Upload Schumitz“

(Konz) Mehr als 100 Jugendliche haben am Samstag das Haus der Jugend (HDJ) in Konz zurückerobert, das sechs Monate lang saniert wurde und geschlossen war. Am Eröffnungstag testeten sie Workshops, chillten – und nahmen sich hoffentlich ein Vorbild an einem Veteran der Konzer HDJ-Szene.

Aus dem Keller im Haus der Jugend ist am ersten Tag seiner Wiedereröffnung nach der 228 000 Euro teuren Sanierung das Schlagzeug zu hören, außerdem Bass- und Gitarrenklänge. Um Matthias Leo Webel, Profimusiker und Autor eines Gesangbuchs, haben sich sechs Jugendliche versammelt und machen gemeinsam Popmusik. In dieser Zusammensetzung covert die Band das erste Mal Popklassiker, etwa von Take That. „Das Unterrichten von Jugendlichen macht großen Spaß. Man spielt im Keller, darf laut sein und macht etwas zusammen“, sagt Webel. Einige Jugendliche schauen schüchtern vom Eingang aus zu, wie Webel immer wieder Griffe und Sound erklärt.

Zwei Etagen weiter oben sitzen Angelique und Julia. Die 17-jährigen Freundinnen schneiden Schablonen aus, um später eine Stofftasche zu bedrucken. „Ich komme gerne in das HdJ, weil ich hier meine Freunde treffe“, sagt Angelique. Julia ergänzt: „Hier lässt sich gut chillen – also einfach mit Freunden bei Musik abhängen.“

Unter dem Dach spielt ebenfalls Musik. Isa Gaiola zeigt zur Musik von Dr. Dre Tanzschritte. Die 14-jährige Michelle aus Könen und ihren beiden Freundinnen ahmen sie nach. Die Streetdance-Trainerin freut sich, dass ihre Schülerinnen Spaß am Training haben. Flott werden die „moves“ – also Tanzschritte – noch einmal wiederholt, bevor sich die Mädchen einen Videofilm vom Auftritt einer Gruppe anschauen, die Gaiola trainiert.

Für Tanzen interessiert sich der 16-jährige Patrick aus Naurath weniger. Er sitzt mit seiner Clique an einem runden Tisch und mischt Munchkin-Karten – bei diesem Kartenspiel werden Rollenspiele parodiert, die Teilnehmer spielen in verschiedenen Genres wie Agententhriller oder Science-Fiction-Welten. Patrick ist das erste Mal im HDJ.

„Meine Kumpel und meine Freundin haben mich gefragt, ob ich mitkomme.“ Er will das Jugendzentrum künftig häufiger besuchen. Im Jugendcafé sitzt die 15-jährige Michelle aus Karthaus mit ihren Freundinnen. Das Smartphone wird herumgereicht, darauf zu sehen ist ein Comic. „Ich freue mich, dass das Haus der Jugend wieder offen hat“, sagt sie. „Leider kann ich wegen meiner Ausbildung zur Zahntechnikerin nicht mehr jeden Tag kommen.“

Ab 21 Uhr erobern die jungen Leute die Tanzfläche im Jugendcafé. Am Mischpult steht DJ Sovereign, ein Veteran der Konzer HdJ-Szene. „Mir ist es wichtig, dass die Jugendlichen Vorbilder treffen, von denen sie lernen können“, sagt Dietmar Grundheber, Geschäftsführer des Jugendnetzwerks Konz, zu dem auch das HdJ zählt. Und wer weiß: Vielleicht wird in einigen Jahren bei Partynächten ein Disc-Jockey auf der Bühne stehen, der am Samstag DJ Sovereign zugehört hat.

Extra

Der Jugendclub für Jugendliche ab zwölf Jahren ist von Mittwoch bis Samstag zwischen 14 Uhr (samstags 15 Uhr) bis 19 Uhr geöffnet. Das Jugendcafé für Jugendliche, die älter als 14 Jahre sind, ist donnerstags und freitags ab 19 Uhr geöffnet; samstags zu besonderen Veranstaltungen und Themenabenden. Mädchen ab zwölf Jahren treffen sich dienstags von 15 Uhr bis 19 Uhr. itz

Trierischer Volksfreund vom 13.01.2017

Eine Party zur Wiedereröffnung

Das Haus der Jugend feiert nach sechs Monaten Umbau die Fertigstellung – Denise Ziehm ist neue Leiterin

Bühne und HdJ-Würfel zum Sitzen: Dietmar Grundheber und Denise Ziehm testen die Bühne im neu gestalteten Lesecafé. TV-Foto: Alexander Schumitz  Foto: Alexander Schumitz (itz) („TV-Upload Schumitz“

(Konz) Das Haus der Jugend hat am Samstag, 14. Januar, einen Grund zum Feiern: die gelungene Erneuerung des Gebäudes. Denise Ziehm will als neue Leiterin möglichst viele Jugendliche in das Haus bringen. Die Stadt sowie die Verbandsgemeinde Konz und der Landkreis Trier-Saarburg haben 228 000 Euro in die Sanierung investiert.

Konz. „Jugendarbeit hat sich seit 1977 kaum verändert“, sagt Dietmar Grundheber. Der Geschäftsführer des Jugendnetzwerks Konz (Junetko) muss es wissen, war er doch selbst viele Jahre „Chef“ im Haus der Jugend in der Wiltinger Straße in Konz. Aktuell ist Denise Ziehm die Hausleiterin. Die 28-Jährige ist seit April 2016 die Nachfolgerin von Dominik Schnith. Sie arbeitet eng mit Grundheber zusammen, da das Haus der Jugend zum Junetko gehört. „Vor 40 Jahren war das die Keimzelle für den Aufbau einer offenen Jugendarbeit in Konz“, sagt Grundheber.

Er hat auch in den vergangenen zehn Jahren die Diskussionen um den Standort und den Umbau des Hauses der Jugend wesentlich mitgeprägt. Inzwischen sind drei von vier Sanierungsabschnitten abgeschlossen. Bereits vor drei Jahren wurde die Fassade des früheren Gasthauses „Zum Löwen“ gestrichen. Die Phasen zwei und drei dauerten von den Sommerferien bis zum Jahresende. Für die Sanierung der Heizungsanlage, der Toiletten und der Elektroleitungen sowie des Jugendcafés wurden noch mal 228 000 Euro verbaut. Der vierte Abschnitt – die Dachsanierung und der Innenausbau des Dachgeschosses – könnte noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Verbandsgemeinderat hat in seiner Haushaltssitzungssitzung die entsprechenden Mittel (knapp 200 000 Euro) freigeben. Der sichtbarste Beleg der aktuellen Sanierung ist das neu konzipierte Jugendcafé. „Hier wollen wir für Jugendliche ab 14 Jahren einen Raum schaffen, in dem sie selbst aktiv werden können“, sagt Ziehm.

Angedacht sind Auftritte von Jugendbands oder Slam-Sessions (aus dem Englischen: damit werden – oft auch spontane – Auftritte mit selbst geschriebenen Texten verstanden). „Auch die Jugendlichen können sich hier mit ihren Ideen einbringen. Wir sind gespannt, was da noch an Vorschlägen kommt“, erklärt Ziehm weiter.

Trotz dieser die Kreativität der Jugendlichen fördernden Ansätze setzen Grundheber und Ziehm weiter auf klassische Jugendarbeit. Für beide heißt das konkret, Räume zu schaffen, in denen sich Jugendliche von Angesicht zu Angesicht treffen und beweisen können, ohne gleich einem Leistungsdruck ausgesetzt zu sein. „Unsere Angebote bieten die Möglichkeit, vom Alltag zu entschleunigen“, sagt Ziehm. Die Erziehungswissenschaftlerin ist froh, dass es nach der Sanierung des Hauses der Jugend wieder einen Rückzugsraum für Teenager gibt. Ziehm: „Die Türen ins Haus stehen Jugendlichen aus Konz und Umgebung immer offen, nicht nur zum Open-House-Tag (Deutsch: offenes Haus) am Samstag (siehe Extra).“

Extra

Zur Wiedereröffnung des Hauses der Jugend in der Wiltinger Straße 48 in Konz sind alle Jugendlichen der Stadt zur Open-House-Feier am Samstag, 14. Januar, ab 16 Uhr eingeladen. Es gibt Workshops zu den Themen Streetdance, Street Art, Musik, Medien und Klettern. Im Street-Art-Kurs lernen die Teenager, wie sie ihre eigene Virtual-Reality-Brille herstellen können. Um 20 Uhr startet das Nightclimbing in der Kletterhalle, und um 21 Uhr startet die Open-House-Party im neu gestylten Jugendcafé. Die Teilnahme an den Workshops ist ab zwölf Jahre möglich. Nightclimbing und Open-House-Party sind ab 14 Jahren frei. itz